Technik

Gas - die Brücke zum Wasserstoff

Die Nachrüstung von Fahrzeugen auf Gasbetrieb ist derzeit aus umweltpolitischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten die einzige Möglichkeit zur schnellen Lösung der anstehenden Probleme. Zur Einhaltung des Kyoto-Protokolls und zur Sicherung der Erdöl-Vorräte sollen in Deutschland bis 2020 ca. 20% aller Fahrzeuge mit Erd- oder Flüssiggas betrieben werden.

Unterschiede

Gasfahrzeuge unterscheiden sich optisch nicht von herkömmlichen Fahrzeugen. Erst ein näherer Blick in das Fahrzeug offenbart die technische Innovation. Ein Kraftfahrzeug welches mit zwei unterschiedlichen Kraftstoffarten betrieben werden kann, bezeichnet man als bivalent.

Bivalente Fahrzeuge können sowohl mit Autogas (LPG) bzw. Erdgas (CNG) als auch mit Benzin fahren. Ist der Gasvorrat erschöpft, schaltet der Motor während der Fahrt automatisch auf Benzinantrieb um. Der Fahrer merkt davon nichts. Durch die beiden Tanks erhöht sich die Reichweite des Fahrzeugs beträchtlich. So bekommt der Fahrer keine Probleme, falls die nächste Gastankstelle nicht in Sicht ist.

Reichweite

Reichweite

Ein Flüssiggastank darf nur mit 80% befüllt werden. Dadurch ergibt sich für einen 60 Liter-Tank eine maximale Füllmenge von 48 Liter.
Durch den um ca. 20% geringeren Energiegehalt von Flüssiggas ergibt sich eine Reichweite für den 60-Liter Tank von 400 km (Verbrauch 12 L/100km).

Die Literangabe bei den Erdgastanks bezieht sich auf die Wasserfüllmenge. So passen in einen 60-Liter Erdgastank mit 200bar ca. 12kg Erdgas (1/5 der Wassermenge).
Durch den um ca. 50% höheren Energiewert von H-Gas ergibt sich eine Reichweite für den 60-Liter Tank von 180 km (Verbrauch 6,67 kg/100 km).

 

 
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